Neuer Leitfaden für die nachhaltige Waldbewirtschaftung von Auwäldern im Klimawandel veröffentlicht

Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft richtete im Rahmen des Österreichischen Walddialogs gemeinsam mit dem Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) in Wien die Veranstaltung „Zukunftsfähige Auwaldbewirtschaftung: Ökonomie und Ökologie gemeinsam denken!“ aus. Im Mittelpunkt standen die wirtschaftliche und ökologische Bedeutung von Auwäldern sowie die Anforderungen an eine nachhaltige Waldbewirtschaftung unter den Bedingungen des Klimawandels.

Bundesminister Norbert Totschnig: „Auwälder zählen zu den arten- und strukturreichsten Waldökosystemen Mitteleuropas. Sie sind wertvolle Lebensräume für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten, leisten einen wichtigen Beitrag zum Hochwasser-, Klima- und Naturschutz und sind zugleich bedeutende Wirtschaftsräume für unsere Forstwirtschaft. Besonders deshalb braucht es eine nachhaltige Waldbewirtschaftung, die ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Nutzung nicht gegeneinander ausspielt, sondern sinnvoll miteinander verbindet. Der neue Leitfaden stellt dafür praxisnahes Wissen zur Verfügung und unterstützt die Waldbewirtschafterinnen und Waldbewirtschafter dabei, unsere Auwälder langfristig zu erhalten, ihre vielfältigen Leistungen zu sichern und gleichzeitig eine tragfähige forstwirtschaftliche Nutzung zu ermöglichen.“

 Leitfaden für die forstliche Praxis

Im Rahmen der Veranstaltung wurde der Leitfaden des Bundesministeriums „Nachhaltige Bewirtschaftung von Auwäldern im Klimawandel – Ein Leitfaden für die forstliche Praxis in Österreich und Beitrag zur Auenstrategie 2030+“ als Beitrag zur Auenstrategie 2030+ vorgestellt.

Der Leitfaden zeigt praxisorientierte Ansätze für eine nachhaltige Bewirtschaftung von Auwäldern unter veränderten klimatischen Bedingungen. Er behandelt unter anderem Standortsbedingungen, Baumartenwahl, waldbauliche Maßnahmen und reicht bis zur praktischen Umsetzung im Forstbetrieb. Anhand von Praxisbeispielen aus Österreich werden standortstaugliche Bewirtschaftungsansätze unter Berücksichtigung ökonomischer und ökologischer Ziele dargestellt.

Für die waldbauliche Praxis empfiehlt er eine standortstaugliche und klimafitte Baumartenwahl, wobei insbesondere die Naturverjüngung heimischer Baumarten eine wichtige Rolle spielt. Invasive Neophyten wie zum Beispiel Götterbaum, Drüsiges Springkraut und Japanischer Staudenknöterich sollen zusätzlich zurückgedrängt werden.  Biodiversität und auentypische Funktionen sollen durch den Erhalt der natürlichen Hochwasser- und Grundwasserdynamik sowie von Habitatbäumen und Totholz langfristig gestärkt werden.

„Der Leitfaden ist besonders, weil er Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft und Naturschutz ganzheitlich betrachtet. Die Empfehlungen lassen sich gut in die tägliche Forstpraxis integrieren und ermöglichen eine wirtschaftlich tragfähige und nachhaltige Bewirtschaftung“, sagt BFW-Leiter Peter Mayer.

Der Leitfaden ist ab sofort online abrufbar: https://www.bmluk.gv.at/service/publikationen/wald/nachhaltige-bewirtschaftung–von-auwaeldern-im-klimawandel.html

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft,
Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft
presse@bmluk.gv.at
+43 1 71100 DW 606747
Stubenring 1, 1010 Wien
bmluk.gv.at

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