Österreichische Forsttagung 2026
Wald im Wandel
Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Österreichischen Forsttagung 2026!
Ein herzliches Willkommen Ihnen/Euch allen, hier auf der Friedensburg Schlaining. Es ist mir eine Ehre und es freut mich sehr, dass Sie sich auf den Weg gemacht haben, um dabei zu sein, um miteinander zu diskutieren, um sich auszutauschen und zu treffen, um hinzuhören, um miteinander unseren Wäldern Aufmerksamkeit zu schenken und eine kräftige Stimme zu geben, im vielfach aufgeregten Stimmengewirr unserer Zeit.
Man muss das Bild vorne auf der Tagungseinladung schon etwas genauer unter die Lupe nehmen, um zu sehen, dass es sich nicht um eine vertraute natürliche Landschaft handelt, sondern um ein künstlerisch gestaltets, generiertes Bild mit abgestorbenen Fichten und Laubwald, mit Goldrute und Kermesbeere, mit Windrädern, mit Wasser, mit einer durch die Baumkrone scheinenden Sonne und mit einer Burg, mit der Friedensburg Schlaining. Mit jener Burg also, in der wir hier und jetzt versammelt sind, nicht um uns über den notwendigen Frieden in der Welt auszutauschen, was wohl wichtig und dringend wäre. Frieden im Wald aber können wir genauso brauchen, denn die Wälder sind einem ständigen Wandel unterworfen.
„Wald im Wandel“ – unser diesjähriges Tagungsthema – das spricht die vielfältigen Veränderungen an, mit denen die Wälder und die mit ihrer Bewirtschaftung befassten Personen, mit denen wir alle konfrontiert sind. Gesellschaftlicher, sozialer Wandel, Werte- und Mentalitätswandel sind hier genauso zu nennen, wie der Strukturwandel und der gerade die Waldbewirtschaftung besonders herausfordernde Klimawandel.
Das einzig Beständige ist der Wandel – so sagt ein weit verbreitetes Wort und regt zur Frage an: Wie können wir den Wandel gestalten, der unaufhaltsam ist und ständig vor sich geht, und welche Möglichkeiten dazu gibt es? Sich mit verschiedenen Aspekten des Wandels in den Wäldern zu befassen, das fordert nicht nur die Wissenschaft und Forschung, das ist genauso die alltägliche Herausforderung der Praxis der Waldbewirtschaftung. Selbstverständlichkeiten gehen verloren und neue Aufgaben entstehen. Mit welchen Baumarten werden in Zukunft unsere Wälder aufgebaut sein, wie können diese genutzt und geerntetes Holz weiterverarbeitet werden, welchen wirtschaftlichen Vorteil können künftige Generationen aus den heute begründeten Waldbeständen ziehen? Was muss heute getan werden, um auch in Zukunft Wälder zu haben? Mit all den Fragen rund um den Wandel im Wald kommt man so schnell an kein Ende.
Wandel steht für Veränderung, für Wechsel und für Prozesse, die nicht statisch, dafür aber beständig und oft unaufhaltsam sind. Sich damit intensiv auseinander zu setzen ist notwendig und fordert eigentlich alle.Sie fordert eine dem Anspruchsdenken verfallene Freizeitgesellschaft genauso heraus wie ein nur romantisch bewahrendes Naturschutzdenken, das am liebsten über alles die berühmte Käseglocke stülpen möchte. Aber kann man festhalten, was nicht festzuhalten ist? Unter den sich verändernden klimatischen Bedingungen wird das nicht gelingen, da kann es noch so oft gefordert werden.
Der ständig vor sich gehende Wandel in unseren Wäldern und in der Natur braucht gesetzliche Rahmenbedingungen, sowohl in Österreich wie auch in der Europäischen Union, die diesem auch gerecht werden und zukunftsfähiges Handeln ermöglichen und nicht behindern.
„Wald im Wandel“ – dieses Thema wirft Fragen auf und wird uns alle auch in Zukunft intensiv beschäftigen. Und ich bin froh und dankbar, dass wir heute darüber reden.
So freue ich mich jetzt schon auf die Vorträge von Rea Maria Hall und Muhidan Seho genauso, wie auf die als Blitzlichter bezeichneten Beiträge von Matthias Neumann, Karl Stampfer, Herbert Kohlross und Christoph Haas. Frau Claudia Probst von der FH Oberösterreich müssen wir leider entschuldigen, wegen eines medizinischen Notfalles ist ihr eine Teilnahme heute nicht möglich. Einen herzlichen Dank allen Referenten für ihr Kommen, für Ihre Ausführungen. Seien sie herzlich willkommen. Kristina Schranz als die Moderatorin unserer heutigen Tagung darf ich ebenso herzlich begrüßen, und gleichzeitig bitten, uns alle gut durch den heutigen Nachmittag zu führen.
Ich danke dem Burgenländischen Forstverein und seinem Obmann Andreas Leitgeb für die umfassende Vorbereitung unserer Tagung, gemeinsam mit dem Team des Österreichischen Forstvereins rund um unseren Geschäftsführer Thomas Leitner und Eva Horvath, die wie immer umsichtig und zuverlässig alles im Griff hat.
FR h.c. OFM DI Mag. Johannes Wohlmacher
Präsident Österreichischer Forstverein
Vorträge
1) Alternativbaumarten und alternative Herkünfte im Klimawandel – Muhidin Šeho
3) Kohlenstoffmanagement im Wald – Bedeutung von „totem“ Holz – Mathias Neumann
4) Digitale Nase zur Früherkennung von Krankheiten im Wald – Claudia Probst
5) Wasserrückhalt im Wald durch innovativen Forststraßenbau – Karl Stampfer
6) Logistik: Der Schlüssel zur Schadholzbewältigung – Herbert Kohlross
Informationen & Unterlagen
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